Die Projektjury

Der Geförderte

Jetzt studiert Marcel in Mannheim Medizin.
Sein eigenes Projekt wurde im letzten Jahr von der Projektjury gefördert.
Seine Einsatzstelle war radio x in Frankfurt am Main.

Sein eigenes Projekt war ein Song Slam, den er mitorganisiert hat und für dessen Live-Übertragung er zuständig war. Es war eine Sendung, die über vier Stunden lief.

Am Tag der Veranstaltung, der 31. März 2014, waren zwei Mitglieder, auch Freiwillige im FSJ Kultur, der Projektjury da und haben ein kleines Interview zum Thema Projektjury gegeben.

Interview Marcel mit den Projektjuroren Jil und Abhi bei Radio x

„Der Antrag war viel Arbeit, aber erfolgreich. Mit Projektbeschreibung und Finanzierungsplan. Am Ende habe ich um die 200 Euro beantragt, vor allem für Preise, Öffentlichkeitsarbeit und Deko. Und am Ende stand dann noch der Verwendungsnachweis mit kompletter Abrechnung!“

Das ist der Flyer des
radio x Song Slam

Hier werden die
Teilnehmer vorgestellt

Das eigene Projekt war eine wichtige Erfahrung, meint Marcel jetzt.
Überhaupt: „Wir hatten noch viele Möglichkeiten uns auch außerhalb unseres eigentlichen FSJs für andere Kulturgeschichten zu engagieren und nicht nur die Projekte unserer Einsatzstelle mitzugestalten.“
Dazu gehört die Projektjury, die aus aktuellen und ehemaligen Freiwilligen besteht, die Lust haben Projekte zu fördern und mitzuentwickeln.

Über das FSJ Kultur sagt Marcel:
„Ich kann mir nicht vorstellen, es nicht gemacht zu haben. Dadurch ist schon alles anders, irgendwie. Auch die Projektarbeit. Ohne die wäre es wirklich auch langweilig gewesen, manchmal. Man hat irgendwann auch einfach eine Routine in dem Kulturbereich, dass man gucken muss, wo man bleibt. Neugierig zu bleiben und weiterzumachen. Und immer neue Herausforderungen zu suchen.“

Sein Fazit:

„Wir mussten zwar ein Projekt machen, aber man konnte wirklich viel draus machen. Und die Projektjury hat es dann nochmal ein bisschen besser gemacht. Durch die Fördermittel konnten wir noch mehr verwirklichen. Und es sind tolle Dinge entstanden, die erst durch Fördermittel möglich gemacht wurden. Es war ein Blick über den Tellerrand, das ganze FSJ Kultur“

Der Juror

Damian macht gerade sein FSJ Kultur.
In Frankfurt beim Schultheater-Studio.

Er ist Mitglied in der Projektjury, weil er es mag die Projekte der anderen mitzubekommen.
Zu schauen, wofür es sich wirklich lohnt Geld zu geben.

So kam Damian zur Projektjury:

„Wir haben am Anfang vom Jahr eine E-Mail bekommen, wo die verschiedenen AGs vorgestellt wurden. Es gibt mehrere. Projektjury, Auf- und Abtaktveranstaltungen und eine Ausstellungs-AG. Die wurde auf dem ersten Seminar beworben. Und da habe ich beschlossen mitzumachen.

Ich bin generell jemand, der sehr viel macht. Ich musste meine Hobbies auch schon ein bisschen einschränken. Es macht einfach Spaß.“

Und was ist mit seinem eigenen Projekt?
„Ich bin noch gar nicht so weit mit meinem Projekt. Wahrscheinlich brauche ich auch gar keine Geldmittel. Ich habe ein Video- und Performanceprojekt vor. Ich brauche wahrscheinlich nur Verpflegung oder ich stelle doch noch einen Antrag.“

Wenn er das tun wird, muss er bei der Diskussion über sein Projekt und der Abstimmung aus dem Raum gehen. Aber es gibt ja genug andere Jurymitglieder.

Die Möglichmacher

Die LKB Hessen ist der Möglichmacher. Jedes Jahr stellt der hessische Landesträger eine Summe für die Projektjury zur Verfügung. Es geht dabei um auch die Geldgeberseite der Förderlandschaft kennenzulernen und ein Gespür für Projekte zu bekommen.
Am Beginn jeden Jahrgangs wird gefragt, wer mitmachen möchte. Alle dürfen.

Von Seiten der LKB betreut vor allem Anne die Projektjury. Sie organisiert, ruft ein und ruft aus und hält zusammen.

Im Moment besteht die Jury aus zehn Menschen. „Die Menge ist noch gut, weil jeder noch eine andere Idee und Perspektive mitbringt, es geht ja auch um Tipps für Projekte,  aber die Abstimmungen und Diskussionen dauern einfach schon länger“, sagt Anne von der LKB Hessen.

Die nächste Sitzung ist am 1. April.

Text: jf
Bilder: Rebecca Schnell, radio x

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