Einblick No. 5 // Freiwillige

Endlich eine Uni von innen sehen

Anna
FSJ Kultur 2012/2013, Berlinische Galerie

Jedes Jahr zwischen Februar und Juni rauchen viele junge Köpfe. Wo geht es hin, für welche Uni soll ich mich bewerben, oder doch eher eine Ausbildung machen? Einige beschließen, die Zeit bis zur Entscheidung zu verlängern und hängen an ihren Schulabschluss ein FSJ Kultur. Doch nur kurz ist die Zeit gedankenlosen Verweilens. Anna zum Beispiel hat schon im Januar wieder angefangen zu grübeln und sich für ein Angebot der LKJ Niedersachsen an der Universität Hildesheim angemeldet.

Jährlich bieten die Landesträger des FSJ Kultur neben Bildungsseminaren und freien Bildungstagen für ihre Freiwilligen auch Orientierungstage an Hochschulen an. Diese stehen dann allen Freiwilligen im FSJ Kultur bundesweit offen und bieten einen Einblick in das Hochschulleben und in ausgewählte Veranstaltungen.

Anna ist seit September vergangenen Jahres Freiwillige in der Berlinischen Galerie und arbeitet dort in der Öffentlichkeitsarbeit und der Bibliothek. Unter ihren vielen Kollegen/-innen sind auch zwei weitere Freiwillige im FSJ Kultur. Nach dem ersten Seminar der LKJ Berlin im November freute sie sich auf das Angebot in Hildesheim besonders. Nicht nur, weil sie dort wieder neue Menschen kennenlernen würde, sondern auch, weil „das Studienfach Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis so spannend klang“.

Die LKJ Niedersachsen kooperiert seit 2007 mit der Universität Hildesheim, die wegen ihres kulturellen Schwerpunkts schon lange ein idealer Anlaufpunkt für ehemalige Freiwillige im FSJ Kultur ist. Unter dem Motto „Die Kunst Künste zu vermitteln“ starteten am 7. Januar 2013 für 72 Freiwillige nun zum sechsten Mal die Orientierungstage voller Information und Austausch. Neben dem genannten Studiengang „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ bot der Fachbereich auch Einblick in die Studienfächer „Szenische Künste“, „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ sowie „Philosophie – Künste –Medien“.

Ganz besonders freute sich Anna, endlich einen Einblick in das Universitätsleben bekommen zu können. Sie sprach mit Studierenden, konnte an „echten Seminaren“ teilnehmen, hörte in Vorträgen über die Chancen von Kulturwissenschaftlern auf dem Arbeitsmarkt und war am Ende so begeistert, dass sie sich nun für ein Studium in Hildesheim bewerben wird. So recht glauben an ihren Erfolg kann sie nicht, aber „einen Versuch ist es ja wert, und wenn es etwas anderes wird, kann ich ja immer noch zum Master wechseln“. Besonders reizvoll neben all diesen Eindrücken fand Anna, viele Freiwillige aus anderen Bundesländern „in so kurzer Zeit so gut kennengelernt zu haben“.

Auch die Universität Hildesheim hat auf Ihrer Website einen Artikel über die freien Bildungstage veröffentlicht.

von Annika Esser
Januar 2013

... Weitere Einblicke